Grubenmann-Museum

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Werkstoffe

Zimmerleute verwenden für Ihre Konstruktion bevorzugt gerade gewachsenes Nadelholz. Es lässt sich gut bearbeiten, schwindet nur mässig und ist formstabil. Am meisten wird Fichte (Rottanne) und Tanne (Weisstanne) verwendet. Die nicht sehr witterungsresistenten Nadelhölzer können trotzdem sehr dauerhaft bleiben, wenn sie durch eine Verschalung und Dächer geschützt sind. Lärchenholz mit seinem Harzreichtum eignet sich bestens für die Aussenverkleidung und für Dach- und Wandschindeln. Kiefer- und Eibenholz wird weniger gebraucht. Da Laubbäume wie Eichen und Buchen vorwiegend in tieferen Lagen wachsen, meist kürzer und krummer sind, werden sie im Voralpengebiet kaum als Bauholz benutzt.

Werkzeuge

Da man seine Werkzeuge selber herstellen muss, gestaltet man sie oft sorgfältig. Die Holzteile werden mit Kerben, Jahreszahlen und Monogrammen verziert, und die entsprechenden Eisenteile besorgt man beim Schmied, der sie jeweils erneut schärft. Die Zimmerer- und Schreinerwerkzeuge verändern sich über lange Zeiträume nur wenig. Für jede Arbeit steht das optimale Gerät zur Verfügung: vom Hohlmesser für das Aushöhlen der hölzernen Dachrinne bis zum Grundhobel für das Aushobeln der Nut am Fensterladen. Äxte und Beile werden für das Zuhauen der Stämme zu Balken benötigt. Nebst der normalen Axt kommen Breitäxte zum Einsatz, die oft zweihändig geführt werden. Für Rechts- und Linkshänder gibt es neben der geraden Breitaxt spezielle abgekröpfte Ausführungen. Den Hobel findet man in allen Grössen und unzähligen Formen, von der Raubank bis zum feinen Profilhobel. Da Eisennägel handgemacht und teuer sind, werden auch im 18.Jahrhundert wie seit jeher Holznägel verwendet, die man in gebohrte Löcher schlägt.