Abschied von einer Pionierin

Rosmarie Nüesch-Gautschi: 24. Dezember 1928 bis 4. Oktober 2022.

Wir trauern um unsere Stifterin, Museumsgründerin und Ehrenpräsidentin Rosmarie Nüesch-Gautschi.

Während rund sechzig Jahren befasste sie sich mit der Baumeister-Familie Grubenmann. Aus dieser leidenschaftlichen Forschungs- und Sammeltätigkeit ging im Jahr 1979 das Grubenmann-Museum hervor. 2007 überführte sie ihr Lebenswerk in die Stiftung Grubenmann-Sammlung und war die wesentliche Kraft zur Lancierung des seit 2012 im frisch renovierten Zeughaus Teufen untergebrachten Museums.

Rosmarie war eine Pionierin: Sie war eine der ersten Architekturstudentinnen an der ETH Zürich, sie war eine der ersten Kantonsrätinnen im Kanton Appenzell-Ausserrhoden.

Als erste kantonale Denkmalpflegerin sowie Angehörige der Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission sowie der Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege kann sie als Vorbild für die selbstverständliche Wahrnehmung der Chancengleichheit von Frauen gesehen werden.

Der Stiftungsrat und die Museumsleitung wird die «Grande Dame» des Ausserrhoder Kulturerbes in würdiger Erinnerung behalten und ihr Werk weiter pflegen und entwickeln.

Den Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid.

Stiftungsrätinnen und -räte der Stiftung Grubenmann-Sammlung,

Freunde und Mitarbeitende des Grubenmann Museums im Zeughaus Teufen.